Sonntag, 2. September 2012

In meinem Briefkasten 29/2012


Tessa Korber
Gemordet wird immer
(RE)

Kurzbeschreibung:
Nach zehn Jahren kehrt Viktor Anders in das Haus seiner Eltern zurück, um sein Erbe anzutreten: die Teilhaberschaft am Familienbetrieb – einem Beerdigungsinstitut. Auch wenn Onkel Wolfgang wenig begeistert ist, dass er seinen Neffen, ehemaliger Surflehrer und Weltenbummler, in das ernste Bestattungswesen einarbeiten muss. Als Viktor seine erste Leiche für das Begräbnis vorbereitet, macht er eine ungewöhnliche Entdeckung: Eine Patronenkugel steckt im Rücken des Toten. Viktor beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln – ohne zu ahnen, dass er mit diesem Fall auch ein bislang verborgenes Familiengeheimnis enthüllt...

André Pilz
Die Lieder, das Töten
(RE)

Kurzbeschreibung:
Nach einem Super-GAU an der deutsch-französischen Grenze wird ein riesiges Gebiet zur Sperrzone erklärt. Während die Bewohner evakuiert werden, versammeln sich zugleich Menschen, die in der normalen Welt nichts mehr zu verlieren haben, in einer verlassenen Stadt im Herzen der Sperrzone rund um ihren heimlichen Anführer Strasser. Ambros, der bei dem Reaktorunglück seine Freundin verloren hat, dringt im Auftrag der Regierung in die Sperrzone vor. Doch erliegt er selbst immer mehr der Faszination dieses Lebens jenseits aller Gesetze, und beginnt eine Affäre mit Lucy, der Geliebten Strassers. So gerät Ambros immer weiter zwischen alle Fronten.

Rainer M. Schröder
Liberty 9. Sicherheitszone
(K)

Kurzbeschreibung:
Kendira beherrscht die Regeln. Liberty 9, das riesige Valley samt der beeindruckenden Lichtburg, in der 200 junge Auserwählte leben, ist ihr Zuhause. In völliger Abgeschiedenheit und umgeben von undurchdringlichen Schutzanlagen, leben die so genannten Electoren nach einem vorgegebenen Tagesrhythmus: Morgenappell, Unterricht, hochkonzentrierte computeranimierte Trainings. Kendira glaubt zu wissen, warum. Sie trainiert für einen höheren Zweck – doch nicht alle in Liberty 9 sind so privilegiert wie sie. Der junge Dante ist kaum mehr als ein Sklave. Kendira darf er sich eigentlich gar nicht nähern, doch eine unwiderstehliche Anziehungskraft bringt die beiden zusammen. Dantes Zweifel am grausamen System machen auch Kendira misstrauisch – und bringen beide in größte Gefahr. Denn Liberty 9 ist sicher – todsicher.

Jussi Adler-Olsen
Verachtung
(K)

Kurzbeschreibung:
Eine Reihe vermisster Personen aus dem Jahr 1987, die durch eine Person und deren entsetzliches Schicksal verbunden sind: Nete Hermansen. Eine junge Frau ohne jede Chance auf ein selbstbestimmtes Leben, von Menschen grausam misshandelt, wird zwangssterilisiert durch einen fanatischen Arzt und verbannt nach Sprogø, der Insel für ausgestoßene Frauen. Sie nimmt grausam Rache...

Mia James
Ravenwood. Die Schule der Nacht
(K)

Kurzbeschreibung:
April Dunne ist gar nicht begeistert von Ravenwood, ihrer neuen Schule im Londoner Bezirk Highgate. Der einzige Lichtblick: der attraktive, aber unnahbare Gabriel Swift. Als April am Abend ihres ersten Schultags von einem mysteriösen Wesen attackiert wird, ist es Gabriel, der sie rettet. Doch eine Mitschülerin hat nicht so viel Glück – hatte Gabriel am Ende etwas mit der Sache zu tun? Dann wird Aprils Vater, der an einem Buch über den legendären Highgate-Vampir arbeitete, durch einen Biss in den Hals ermordet, und April ahnt: Vampire gibt es wirklich. Und sie selbst könnte ihr nächstes Opfer sein...

Samstag, 1. September 2012

Lesemonat August 2012


Der August stellte sich für mich, was die Anzahl an gelesenen Büchern betrifft, als äußerst mau heraus. Das lag wohl vor allem an den heißen Tagen, an denen ich selbst zum Lesen nicht genug Lust hatte. Nun hoffe ich mal auf einen angenehmeren September ;)

Gelesene Bücher: 7
Gelesene Seiten: 2.879

Amanda Howells: Der Sommer der silbernen Wellen
Eileen Schlüter: Geliebte Nanny
Kerstin Gier: Smaragdgrün. Liebe geht durch alle Zeiten
Georg Haderer: Engel und Dämonen
Suzanne Collins: Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele
Markus Blättler: Vado Mori (Monatshighlight)
Patrick Carman: Atherton. Der dunkle Planet

Donnerstag, 30. August 2012

Rezension: Markus Blättler - Vado Mori


Titel: Vado Mori
Autor: Markus Blättler
Genre: Fantasy
Verlag: Münsterverlag (13.12.2011)
ISBN: 978-3-905896-19-0
Klappenbroschur, 536 Seiten
Preis: 24,00 €
Bezugsquelle: Markus Blättler
Was gibt es Schlimmeres, als den eigenen Bruder zu verlieren, auf den man hätte aufpassen müssen? Thea Blum, Schülerin am Gymnasium Leonhard, will den Unfalltod von Kilian nicht hinnehmen. Also begibt sie sich mit Hilfe ihrer Freundin Kerstin auf eine Reise in eine andere Dimension - eine Reise, die sie zu ihrem Bruder führen soll und sie ernsthaft in Gefahr bringt. Bald steht Thea vor der schwersten Entscheidung ihres noch jungen Lebens.
Zum Autor:
Markus Blättler, 1967 in Basel geboren, ist beim Kanton Basel-Stadt als kaufmännischer Sachbearbeiter angestellt. Er ist außerdem Hausmann und Figurenspieler an einem Basler Kleintheater. "Vado Mori" ist sein Debütroman. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in Basel.

Rezension:
Die Basler Gymnasiastin Thea Blum muss einen schmerzlichen familiären Verlust ertragen: Ihr jüngerer Bruder Kilian kommt bei einem Ausflug an das Basler Rheinufer ums Leben und nach diesem tragischen Unfall ist im Leben von Thea nichts mehr, wie es vorher war.

Thea gibt sich die Schuld an Kilians Tod, vergräbt sich in ihrem Kummer und kapselt sich ab. Erst in Kerstin, einer neuen Mitschülerin, die sehr mysteriös und geheimnisvoll wirkt, findet Thea eine verständnisvolle Zuhörerin und die beiden freunden sich an. Theas größter Wunsch, Kilian noch einmal zu sehen und mit ihm zu sprechen, scheint plötzlich in greifbarer Nähe...

Mit Vado Mori ist dem Basler Autor Markus Blättler ein beeindruckendes Erstlingswerk gelungen, das mich von Anfang an in seinen Bann zog.

Der Leser begleitet Thea und ihren Vater anfänglich in ihrem Alltagsleben, sprich Schule und Beruf. Nach und nach entwickelt sich dann der Anteil an Fantastik und auch eine Brise Historie wird nicht ausgespart. Die Mischung aus diesen Anteilen macht diesen Roman, der mit beachtlichen 536 Seiten aufwartet, perfekt.

Thea ist ein sympathisches Mädchen, das sich, wie wohl jeder nachvollziehen kann, die Schuld am Tod ihres Bruders gibt, da sie einen Moment unachtsam war. Ihre Zerrissenheit und ihr Kummer werden authentisch dargestellt und auch ihre Freundschaft zur Außenseiterin der Klasse, Kerstin, wirkt in keinster Weise zwanghaft beigeführt oder gestellt, obwohl beide sehr unterschiedliche Charaktere darstellen.

Kerstin ist eine der interessantesten Charaktere des Buches, die sich selbst als Nachtreiterin bezeichnet und Thea ermuntert, sich auf die Suche nach Kilian zu machen. Die beiden führen gefährliche Experimente durch, die sich zwischen Leben und Tod abspielen und für die Thea bis an ihre körperlichen Grenzen geht.

Eine zentrale Rolle in Vado Mori spielt der Basler Totentanz, den Thea gerade im Geschichtsunterricht durchnimmt und der sich wie ein roter Faden durch den gesamten Roman zieht. Hier kann ich Markus Blättler für seine fundierte Recherche und den wirklich sehr gelungenen Einbau in die Geschichte ein dickes Kompliment aussprechen!

Als äußerst gut gelungen empfand ich auch die Schilderung des Landes Esteradon, einer Art Zwischenwelt für verstorbene Seelen. Markus Blättler hat diese Welt so bildhaft und detailreich geschildert, dass man sie sich als Leser richtiggehend vor Augen führen kann. Auch kommt die Spannung in Vado Mori nicht zu kurz. Gerade manche Szenen in Esteradon ließen mir einige Schauer über den Rücken laufen.

Ich kann Vado Mori uneingeschränkt empfehlen. Leser, die an Fantasy/Urban Fantasy gepaart mit auf teilweise wahren Begebenheiten beruhender Historie (Basler Totentanz) interessiert sind, werden mit diesem beeindruckenden Erstlingswerk sicherlich ihre Freude haben. Ein wirklicher Geheimtipp, der hoffentlich noch viele Leser finden wird!

Fazit: Mit Vado Mori ist Markus Blättler ein beeindruckender Debütroman gelungen, der eine gekonnte Mischung aus Fantasy, Realität und Historie darstellt. Äußerst empfehlenswert!

Mittwoch, 29. August 2012

Rezension: Amanda Howells - Der Sommer der silbernen Wellen


Titel: Der Sommer der silbernen Wellen
Autorin: Amanda Howells
Reihe: Summer #1
Genre: Jugendbuch (ab 14 Jahren)
Verlag: Fischer FJB (25.07.2012)
ISBN: 978-3-8414-2138-8
Gebunden, 384 Seiten
Preis: 17,99 €
eBook: Kindle Edition für 15,99 €
Bezugsquelle: Fischer FJB
Die sechzehnjährige Mia fährt mit ihrer Familie in den Sommerurlaub. Weil ihre gleichaltrigen Cousinen Beth und Corinne alles haben was Mia nicht hat - Modelfiguren, Luxusklamotten und coole Freunde -, fühlt sie sich unwohl und fehl am Platz. Doch als sie bei einem nächtlichen Strandspaziergang Simon trifft, ändert sich alles. Die beiden sehen sich immer nachts am Strand, und dort, in der Dunkelheit, kann Mia endlich sie selbst sein und vertraut Simon ihre Gedanken und Ängste an...
Zur Autorin:
Amanda Howells hat schon immer am Meer gelebt. Sie ist in einer kleinen Bucht am Atlantik aufgewachsen und hat die Sommerwochenenden in den Hamptons verbracht, als sie am College in New York Kreatives Schreiben studierte. Heute lebt sie an der nördlichen Pazifikküste.

Rezension:
Die 16-jährige Mia verbringt den Sommer das erste Mal seit drei Jahren wieder in den Hamptons bei ihrer Verwandtschaft. Sie freut sich sehr darauf, ihre Cousine Corinne wiederzusehen, mit der sie in ihrer Kindheit jeden Sommer verbracht hat. Doch kaum angekommen, merkt Mia, wie sehr sich Corinne und ihre Schwester Beth verändert haben - und das nicht zum Vorteil.

Es scheinen für sie nur noch Geld, Mode und das eigene Aussehen zu zählen, und Mia fühlt sich schon bald nicht mehr wohl in der Gesellschaft dieser überaus schönen und arroganten Mädchen. Dann lernt sie Simon kennen, dessen Eltern das Nachbarhaus gemietet haben. Sie treffen sich nachts am Strand und reden über Gott und die Welt. Bald schon empfinden die beiden mehr füreinander...

Mit Der Sommer der silbernen Wellen ist Amanda Howells ein wunderschöner und bittersüßer Sommerroman gelungen, der wunderbar in die jetzige Jahreszeit passt.

Durch ihren Erzähl- und Schreibstil bringt die Autorin dem Leser die Umgebung, die Hamptons außerhalb New Yorks, mit ihrem Strand, der Meeresluft, träger Sommerhitze und -schwüle so sehr nahe, als würde man selbst die Zeit mit Mia am Strand verbringen.

Mia ist ein etwas schüchternes, aber auch sehr realistisch eingestelltes junges Mädchen, das die Veränderung, die mit ihren Cousinen vonstatten gegangen ist, seit sie sich nicht mehr gesehen haben, nur schwer verstehen und nachvollziehen kann. Sie hat eine wunderbare Beobachtungsgabe und lässt so den Leser an ihren Gedanken und Meinungen zu der jungen vermeintlichen High Society teilhaben.

Ihre Freundschaft zu Simon entwickelt sich langsam und hat mit der Oberflächlichkeit ihrer Cousinen gar nichts gemein. Die beiden stehen für das genaue Gegenteil, was diesen Roman ausmacht. Die Beziehung der beiden ist zwar in manchmal recht poetisch anmutenden Sätzen geschildert, doch driftet sie nie in zuviel Klischee ab. Auch das Ende, über das ich verständlicherweise nichts verraten möchte, passt wunderbar zu der ganzen Geschichte.

Ich kann Der Sommer der silbernen Wellen vor allem Leserinnen empfehlen, ob jung oder alt, die sich für sogenannte Coming of Age-Romane interessieren. Denn das Buch handelt vor allem vom Erwachsenwerden, von Liebe, Trauer und vom Loslassen. Amanda Howells ist mit ihrer Geschichte ein glaubwürdiger und authentischer Roman in diesem Genre gelungen!

Fazit: Der Sommer der silbernen Wellen ist eine bittersüße Sommergeschichte vom Erwachsenwerden, die zu berühren vermag.

Dienstag, 28. August 2012

Rezension: P.C. Cast & Kristin Cast - Bestimmt


Titel: Bestimmt
Autorinnen: P.C. Cast & Kristin Cast
Reihe: House of Night #9
Genre: Jugendbuch (ab 14 Jahren)
Verlag: Fischer FJB (15.05.2012)
ISBN: 978-3-8414-2009-1
Gebunden, 512 Seiten
Preis: 16,99 €
eBook: Kindle Edition für 14,99 €
Bezugsquelle: Kauf
Bonus: Videotrailer
andere Titel dieser Reihe: Gezeichnet, Betrogen, Erwählt, Ungezähmt, Gejagt, Versucht, Verbrannt, Geweckt
Zoey ist wieder zurück im House of Night in Tulsa, gemeinsam mit ihrem Krieger Stark, der sie beschützt. Doch nun wird ein Treffen mit der nach Rache dürstenden Hohepriesterin Neferet unausweichlich. Neferet ist noch immer mit den Mächten der Finsternis im Bunde, ihre Macht größer denn je. Ist Zoey wirklich sicher in diesem Haus? Und weiß sie, wer ihre wahren Freunde sind? Auch für Rephaim, der Stevie Rae nicht mehr aus den Augen lässt, entscheidet sich jetzt alles: Durch eine Gabe der Göttin Nyx hat er menschliche Gestalt angenommen und kann auf diese Weise endlich mit ihr zusammen sein. Doch wird er den Weg des Guten auch weiterhin gehen? Kann die Liebe siegen, wenn sie von den Mächten der Finsternis auf den Prüfstand gestellt wird?
Zu den Autorinnen:
P.C. Cast und Kristin Cast sind das erfolgreichste Mutter-Tochter-Autorengespann weltweit. Sie leben beide in Oklahoma, USA. "House of Night" erscheint in über 40 Ländern und hat weltweit Millionen von Fans.

Rezension:
Zoey und ihre Freunde kehren ins berüchtigte House of Night in Tulsa zurück. Dort treffen sie natürlich wieder auf Neferet, ihre Gegnerin, die immer mehr mit den Mächten der Finsternis im Bunde steht und nur noch ein Ziel hat: alles ins Chaos zu stürzen. Die Priesterin vom Hohen Rat, Thanatos, findet sich ebenfalls im House of Night ein, um Neferet im Auge zu behalten und verhilft Zoey zu erfahren, wie ihre Mutter wirklich umkam, denn sie hat eine Affinität zum Tod.

Auch Stevie Rae hat ihre eigenen Probleme: Ihr Gefährte Rephaim hat durch Nyx die Gabe geschenkt bekommen, nachts eine Menschengestalt anzunehmen, dennoch verwandelt er sich tagsüber wieder in einen Rabenspötter. Nach einer Vision Aphrodites soll er umgebracht werden und Stevie Rae lebt in ständiger Angst um ihn. Wer hat es auf Rephaim abgesehen und wird es Zoey und ihren Freunden gelingen, Neferet im Zaum zu halten?

Der nunmehr 9. Band der House of Night-Reihe konnte mich leider nur durchschnittlich begeistern. Da der letzte Band Geweckt spannend und verheißungsvoll endete, war ich vom vorliegenden Teil doch sehr enttäuscht, da er nicht das halten konnte, was der Vorgänger versprach. Die ersten zwei Drittel des Buches passiert einfach so gut wie gar nichts, zwar nimmt die Spannung im restlichen Drittel sehr zu, doch konnte das an meinem Gesamteindruck leider nichts mehr rütteln.

Zoey und ihre Freunde treten unheimlich auf der Stelle, immer noch wird gegen die Finsternis und Neferet gekämpft und durch die vielen Wiederholungen, die man bereits aus den Vorgängerbänden kennt, wirkt die Handlung sehr zäh und auch langweilig.

Erst zum Ende hin kommt wirkliche Spannung auf, die einmal wieder mit einem vielversprechenden Cliffhanger endet. Ich hoffe, dass dieser zumindest einmal im nächsten Band hält, was er verspricht.

Die Charaktere bleiben in ihrem Handeln und Tun wie gewohnt. Gut gefallen hat mir, dass es den ersten Streit zwischen den "Zwillingen" Shaunee und Erin gab und die Autorinnen dabei auch mehr Einblick in Shaunees Gefühlsleben geben.

Der neue Charakter Travis Foster, der im House of Night eingestellt wurde, um Lenobia bei der Versorgung der Pferde zu helfen, ist interessant und ich hoffe, noch mehr über ihn zu erfahren. Auch Shaylin, ein blindes Mädchen, das von Erik Night Gezeichnet wird und den "Wahren Blick" hat, ist ein neuer innovativer Charakter, auf den die Autorinnen hoffentlich im nächsten Bank mehr Augenmerk legen und der nicht als schmückendes Beiwerk oder Statist enden wird.

Ansonsten bleiben sich die Autorinnen in ihrem Erzähl- und Schreibstil treu. Die gewohnten Perspektivwechsel aus der Sicht der Charaktere erweitern sich erfreulicherweise um Aurox, Neferets Gefährten und Shaunee.

Trotz diesem einmal wieder mittelmäßigen Band der Reihe bin ich immer noch gespannt, wie die Autorinnen die Geschichte weiter vorantreiben und wie das Ganze ausgehen wird. Daher werde ich die Serie weiterhin verfolgen, auch wenn ich von Bestimmt etwas enttäuscht war. Der 10. Band wird am 28. November 2012 unter dem Titel Verloren erscheinen.

Fazit: Eine sehr zähe und langweilige Handlung machen leider zwei Drittel des 9. House of Night-Bandes aus, da kann auch das letzte spannende und vielversprechende Drittel nicht mehr viel reißen. Ich hoffe, der nächste Band Verloren wird wieder interessanter und spannender!

Sonntag, 26. August 2012

In meinem Briefkasten 28/2012


C.J. Daugherty
Night School. Du darfst keinem trauen
(K)

Kurzbeschreibung:
Wenn nichts ist, wie es scheint, wem kannst du dann vertrauen? Das spurlose Verschwinden ihres Bruders hat Allie aus dem Gleichgewicht gebracht. Sie rebelliert und ihre Eltern schicken sie auf das Internat Cimmeria, wo nicht einmal Handys erlaubt sind. Schon bald findet sie Zugang zu einer Clique und wird von zwei Jungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, umworben. Auf Cimmeria häufen sich eigenartige Vorfälle, und als ein Mord geschieht, gerät Allie selbst unter Verdacht. Auf der Suche nach dem wahren Mörder stößt sie zufällig auf eine mysteriöse Verbindung ihrer Mutter zur Schule und gerät selbst in Lebensgefahr. Kann sie überhaupt noch irgendjemandem trauen?

Deddine Kuschel-Swyter
Traumpfade enden nicht
(RE)

Kurzbeschreibung:
Als Katrina nach Australien auswandert, fühlt sie sich voller Kraft und Lebensmut. Das Alte und Vertraute lässt sie unbekümmert zurück. Bewusst nimmt sie ihr Leben in die Hände, fasziniert von der Idee, es selber formen zu können. Mit Wilma, die sie in Sydney kennenlernt, reist sie kreuz und quer über den Kontinent, immer auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Freundschaften, auch Liebesbeziehungen, können Katrina nicht halten, weder zu Terry, den sie auf der Moonari Station in den Flinders Ranges kennenlernt, noch zu William C., den Besitzer von Three Oaks auf Tasmanien, in den sie sich leidenschaftlich verliebt. Aber sie kämpft auch mit Schuldgefühlen ihrer in Deutschland zurückgelassenen Familie, und der aufkommende Wunsch nach einem Zuhause lässt die immer öfter an ihrer Entscheidung zweifeln. Doch dann kommt sie nach Kununurra, im Nordwesten von Australien und lernt Daniel kennen.

Wiebke Lorenz
Alles muss versteckt sein
(RE)

Kurzbeschreibung:
Ihre Gedanken sind mörderisch, ihre eigene Angst davor unaussprechlich: Nach einem Schicksalsschlag erkrankt Marie an aggressiven Zwangsgedanken, betrachtet sich als Gefahr für sich selbst und andere. Monatelang kämpft sie gegen die grausamen Mordfantasien an, die wie Kobolde durch ihren Kopf spuken, ständig verbunden mit der Panik, sie könne diese furchtbar realen Fantasien eines Tages nicht mehr kontrollieren und in die Tat umsetzen. Und dieser Tag kommt, als Marie neben ihrem toten Freund erwacht, der mit einem Messer auf grausamste Weise niedergemetzelt wurde. Am Ende eines Gerichtsprozesses wird sie aufgrund ihrer Schuldunfähigkeit zum Maßregelvollzug in der forensischen Psychiatrie verurteilt. Dort sucht Marie verzweifelt nach Erinnerungen an die Mordnacht, denn für Marie selbst sind die Geschehnisse wie ausgelöscht. Nur ihr Arzt Jan scheint sie zu verstehen und ihr helfen zu wollen. Aber schon bald wächst in Marie der Verdacht, dass in Wahrheit vielleicht nichts so gewesen ist, wie es scheint...

Jennifer Estep
Mythos Academy. Frostfluch
(K)

Kurzbeschreibung:
Gwen Frost lebt. Noch. Denn die Schnitter des Chaos haben es auf sie abgesehen. Und deshalb muss Gwen an der Mythos Academy kämpfen lernen. Ihr Lehrer: der attraktive Logan Quinn, in den Gwen heimlich verliebt ist. Die Komplikationen sind allerdings vorprogrammiert, denn der Spartaner hat ihr bereits zu Anfang des Schuljahres das Herz gebrochen. Ein Skiausflug bietet ihr endlich die willkommene Abwechslung vom harten Training - dort lernt sie den umwerfenden Preston kennen. Bald wird jedoch klar, dass Gwen ganz andere Sorgen hat: Die Feinde der Mythos Academy sind ihr auch außerhalb des Campus auf den Fersen und setzen alles daran, Gwen zu töten. Und zu allem Überfluss scheint auch Preston nicht der zu sein, für den sie ihn hält...

Sina Beerwald
Hypnose
(K)

Kurzbeschreibung:
Ein eiskalter Mord im Freundeskreis. Die Journalistin Inka Mayer hat Zweifel am Geständnis ihrer Freundin Annabel. Inka hegt den Verdacht, dass Annabel das Opfer eines Klinikleiters ist, der unter Hypnose Experimente an ahnungslosen Patienten durchführt – und bei dem sie beide in Behandlung sind. Oder ist Hypnose so harmlos, wie er sie glauben machen will? Irgendwer hat es auch auf die Journalistin abgesehen. Ein Spiel um freien Willen, Wirklichkeit und Paranoia beginnt. Ein Spiel auf Leben und Tod.

Roberto Costantini
Du bist das Böse
(K)

Kurzbeschreibung:
Während ganz Rom 1982 das WM-Endspiel Italien gegen Deutschland verfolgt, wird eine junge Angestellte des Vatikan ermordet. Der draufgängerische Commissario Balistreri nimmt den Fall auf die leichte Schulter. Ein Mörder wird nie gefunden. Über zwanzig Jahre später gibt es erschreckend aktuelle Gründe, um den Fall wieder aufzunehmen. Doch dem Opfer nach so langer Zeit Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, kostet Balistreri einen weit höheren Preis als angenommen...

Thomas Thiemeyer
Das verbotene Eden. Logan und Gwen
(RE)

Kurzbeschreibung:
Seit Juna aus dem Land der Frauen geflohen ist – mit einem Mann –, fühlt sich die junge Heilerin Gwen einsam und nichtswürdig. Sie schließt sich einem Spähtrupp an, der durch verlassene U-Bahn-Schächte in die Stadt der Männer vordringen soll. Doch der Einsatz scheitert grausam, und Gwen fällt in die Hände des jungen Kämpfers Logan, der sie als Sklavin verkaufen will. Logan aber hat die Rechnung ohne seine Gefühle gemacht – und setzt damit Ereignisse in Gang, die das Ende beider Welten bedeuten könnten...

Katrin Lankers
Elfenblick
(K)

Kurzbeschreibung:
Ein Blick - und Mageli ist verloren. Dabei ahnt sie, dass Erin, der geheimnisvolle Fremde, etwas vor ihr verbirgt. Doch je mehr sich Mageli mit Erin verbunden fühlt, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Traum und Realität, zwischen Elfen und Menschen. Als Erin in Gefahr gerät muss sich Mageli entscheiden: Kann sie ihn retten, indem sie auf die Kraft ihrer Träume vertraut?

Kristin Cashore
Die Königliche
(K)

Kurzbeschreibung:
Seit dem Tod ihres tyrannischen Vaters ist Bitterblue die alleinige Herrscherin eines ganzen Königreichs. Während sie langsam in ihre Aufgabe hineinwächst, muss sie sich unausweichlich der Vergangenheit stellen: Wer war ihr Vater, König Leck, wirklich? Was gehört zu den Lügengebäuden seiner Herrschaft und was ist tatsächlich die Wahrheit? Für ihre Nachforschungen schleicht sich Bitterblue Nacht für Nacht verkleidet aus dem Schloss, schließt unter falschem Namen ungewöhnliche Freundschaften in den Straßen und Wirtshäusern und verstrickt sich ihrerseits in ganz neue Lügen...

Dienstag, 21. August 2012

Rezension: Georg Haderer - Engel und Dämonen


Titel: Engel und Dämonen
Autor: Georg Haderer
Reihe: Polizeimajor Schäfer #4
Genre: Krimi
Verlag: Haymon (27.07.2012)
ISBN: 978-3-85218-717-4
Gebunden, 392 Seiten
Preis: 19,90 €
eBook: Kindle Edition für 9,99 €
Bezugsquelle: Haymon
Bonus: Leseprobe
andere Titel dieser Reihe: Schäfers Qualen, Ohnmachtspiele, Der bessere Mensch
23 Tage - und noch immer keine Spur von Major Schäfer. Sein Assistent, Chefinspektor Bergmann, hat obendrein nicht viel Zeit, sich mit dem Verschwinden seines Vorgesetzten zu befassen: ein hingerichteter Prostituiertenmörder, ein unter seltsamen Umständen verstorbener Kroate ... und dann auch noch ein toter IT-Spezialist, der offenbar einen Bombenanschlag geplant hat. Die Spuren führen Bergmann zu einem obskuren Geheimbund - und bald deutet alles daraufhin, dass Schäfer in die Fänge dieser Männer geraten ist. Als der Chefinspektor schließlich einem Hinweis zweier Wanderer nachgeht, die den Major in einem Schweizer Gebirgswald gesehen haben wollen, pfeift er auf alle Regeln und macht sich auf den Weg in den Westen.
Zum Autor:
Georg Haderer, geboren 1973 in Kitzbühel/Tirol, lebt in Wien. Nach einem abgebrochenen Studium und einer vollendeten Schuhmacherlehre arbeitete er als Journalist, Barmann, Landschaftsgärtner, Skilehrer und Werbetexter. Bei Haymon: Schäfers Qualen (2009), sein Debüt und zugleich erster Teil der Reihe rund um Polizeimajor Schäfer, der zweite Teil Ohnmachtspiele (2010), sowie der dritte Teil Der bessere Mensch (2011).

Rezension:
Polizeimajor Johannes Schäfer ist seit knapp 4 Wochen spurlos verschwunden. Nun ist es an seinem Kollegen Bernhard Bergmann, ihn zu finden und so macht dieser sich auf die Suche, immer mit dem Hintergedanken, dass er Schäfer womöglich nicht mehr lebend findet, da dieser immer wieder unter Depressionen leidet. Hinzu kommen noch mehrere ungeklärte Morde, die Bergmann nicht zur Ruhe kommen lassen.

Schäfer indes war, wie Bergmann bei seinen Recherchen erfährt, offenbar Mitglied in einem mysteriösen Geheimbund. Hat dieser etwas mit seinem Verschwinden zu tun? Fragen über Fragen, die den Chefinspektor bald schon vor seine größte Herausforderung stellen...

Mit Engel und Dämonen legt Georg Haderer nunmehr den 4. Band um den österreichischen Polizeimajor Johannes Schäfer vor. Diesmal wird aber das Hauptaugenmerk nicht auf Schäfer und seine unkonventionellen Ermittlungen gelegt, sondern im Fokus steht sein Kollege und Chefinspektor Bernhard Bergmann, was ich zwar interessant fand, aber mir persönlich hat doch die Bissigkeit und der eher schräge Ermittlungsstil von Schäfer in diesem Band gefehlt.

Als gelungen empfand ich, dass die Perspektiven wechseln. Einerseits begleitet der Leser Bergmann bei seiner Suche nach Schäfer und weiteren Ermittlungen, andererseits erfährt man auch immer wieder eingestreut Schäfers eigene Erlebnisse, der mit einem Gedächtnisverlust konfrontiert wird und streunend umherirrt.

Der Fall um den Geheimbund, einer Art Sekte, und seiner Machenschaften, Intrigen und Verbindungen in höchste Kreise wird glaubhaft und auch schlüssig geschildert und umgesetzt. Trotzdem vermisste ich etwas die Spannung. Zwar hält die Suche nach Schäfer den Leser etwas in Atem, doch hielt sich das doch eher in Grenzen.

Sarkasmus und hin und wieder sehr schwarzer Humor fehlen zum Glück auch in Engel und Dämonen nicht, so dass man in diesem Bereich wiederum gut unterhalten wird. Was aus Schäfer am Ende wird, bleibt offen und somit wird auch der Leser auf die Folter gespannt, wie es wohl im nächsten Teil der Reihe vor allem beruflich mit ihm weitergehen wird.

Mich konnte Engel und Dämonen erneut von Georg Haderers Schreibstil und Ideen überzeugen, doch fehlte mir hier eindeutig mehr Schäfer, der diese Reihe unbestritten trägt. Trotzdem kann ich die Serie vor allem an Leser weiterempfehlen, die sich gerne mit Krimis auf höherem Niveau beschäftigen, denn bei Schäfer ist auch Lesen zwischen den Zeilen angesagt.

Fazit: Polizeimajor Schäfer ist diesmal mehr in die Opferrolle geschlüpft, was das Buch für mich nicht ganz so unterhaltsam machte. Bergmann indes macht seine Sache gut und kann auf der Suche nach seinem Kollegen vollends überzeugen. Sarkasmus, schwarzer Humor und etwas Lokalkolorit dürfen auch nicht fehlen. Ein etwas schwächerer Band der Reihe, da der eigentliche Kriminalfall mich nicht ganz so sehr mitreißen konnte.