Dienstag, 27. März 2012

Rezension: J.C. Grimwood - Silberklinge

Titel: Silberklinge
Autor: J.C. Grimwood
Reihe: Assassini Trilogy #1
Genre: Fantasy
Verlag: Knaur TB (03.02.2012)
ISBN: 978-3-426-50959-3
Klappenbroschur, 512 Seiten
Preis: 14,99 €
eBook: ePub für 12,99 €
Bezugsquelle: Knaur TB
Leseprobe

Venedig 1407: Der junge Tycho verfügt über ungeahnte und furchteinflößende Kräfte. Seine Fähigkeiten will sich auch der Doge zunutze machen und lässt ihn zum besten Assassinen der Stadt ausbilden. Aber nicht nur Menschen stehen auf seiner Todesliste, sondern auch die zahlreichen Hexen und Werwölfe, die die Stadt bevölkern. Tychos Weg als willenloses Instrument des Fürsten ist beendet, als er eines Nachts die hübsche Giulietta trifft. Für sie widersetzt er sich dem allmächtigen Herrscher...
Zum Autor:
Jon Courtenay Grimwood wurde auf Malta geboren und wuchs in Großbritannien und Skandinavien auf. Neben seiner Tätigkeit als Romanautor arbeitet er auch für zahlreiche Magazine und Zeitschriften. Wenn er nicht gerade auf Reisen ist, lebt er mit seiner Frau in London und Winchester.

Rezension:
Der junge Tycho wacht im Venedig des 15. Jahrhunderts auf, ohne jegliche Erinnerung an seine Vergangenheit. Da er über ungewöhnliche Kräfte und Fähigkeiten verfügt, wird er zum besten Assassinen der Stadt ausgebildet, denn Venedig hat viele Feinde, die nicht nur menschlicher Natur sind.

Als er den Auftrag bekommt, Prinzessin Giulietta zu finden, die aus dem Dogenpalast verschwunden ist und mit dem Prinzen von Zypern verheiratet werden soll, um Venedig einen starken Verbündeten an die Seite zu stellen, werden in Tycho Gefühle geweckt, die sein wahres Naturell zutage treten lassen, das nicht von dieser Welt zu sein scheint...

Leider konnte mich "Silberklinge", der Auftaktband zur Assassini Trilogy, überhaupt nicht überzeugen. Den Ausschlag, das Buch zu lesen, bildete, dass der Roman in Venedig spielt und mir die Stadt durch zwei Besuche nicht unbekannt ist und ich sie sehr interessant finde. Doch die Kulisse konnte die Geschichte für mich leider nicht herausreißen.

Mag das Thema Assassinen und der Handlungsort auf den ersten Blick interessant und spannend wirken, haben mir die Fantasyelemente leider gar nicht zugesagt. Diese kamen mir etwas nachlässig eingeflochten vor und auch die Charaktere waren mir alles andere als sympathisch.

Tycho, der Protagonist, ist kalt wie ein Fisch, ich konnte mir selbst in einigen seiner Notlagen kein Mitleid mit ihm abringen und auch die anderen zahlreichen Figuren, die vorteilhafterweise am Anfang des Buches durch einen Stammbaum und einer kurzen Dramatis Personae vorgestellt werden, blieben distanziert.

Einzig Giulietta war ein Lichtblick, mit ihr musste man unweigerlich mitleiden. Trotz ihrer Erlebnisse ist sie ein recht starker Charakter, der mir das Lesen von "Silberklinge" durchaus erleichterte.

Die Handlung selbst zieht sich, ausgenommen von einigen actionreichen Passagen, zähflüssig über die 512 Seiten, viele Nichtigkeiten und Überflüssiges wird im Vorhinein zur Sprache gebracht, was die eigentliche Handlung beeinträchtigt und unnötig aufbauscht. Erst zum Schluss hin war die von mir erwartete Spannung gegeben, doch das konnte mich leider auch nicht mehr aussöhnen.

Fazit: "Silberklinge" konnte mich leider nicht überzeugen. Hier verspricht der Klappentext leider mehr, als im Endeffekt gegeben ist, daher werde ich die Fortsetzung nicht weiter verfolgen.

Sonntag, 25. März 2012

In meinem Briefkasten 08/2012

Diese Woche erreichte mich ein Gewinn (GW) und zu Rezensierendes (RE).

Stephen King
Der Anschlag
(GW)

Kurzbeschreibung:
Jake Epping lebt ein normales Leben, bis sein Freund Al ihm ein großes Geheimnis enthüllt: Er kennt ein Portal, das ins Jahr 1958 führt. Und Al gewinnt ihn für eine wahnsinnige Mission. Jake soll in die Vergangenheit zurückkehren und das Attentat auf John F. Kennedy vereiteln, um den Gang der Geschichte positiv zu korrigieren. Und so beginnt für Jake ein neues Leben in einer für ihn neuen Welt. Es ist die Welt von Elvis und JFK, von großen amerikanischen Autos und beschwingten Highschool-Tanzveranstaltungen. Es ist die Welt des gequälten Einzelgängers Lee Harvey Oswald, aber auch die der Bibliothekarin Sadie Dunhill, die Jakes große Liebe seines Lebens wird – eines Lebens, das gegen alle normalen Regeln der Zeit verstößt. Und je näher Jake seinem Ziel kommt, den Mord an Kennedy rückgängig zu machen, desto bizarrer wehrt sich die Vergangenheit dagegen – mit aller gnadenlosen Gewalt, die sich auch gegen Jakes neue Liebe richtet...

Robin Black
Schattenjuwel. Das Herz von Elowia
(RE)

Kurzbeschreibung:
Die Welt Elowia steht am Abgrund und droht in einen weiteren Krieg zu versinken. Einzig und allein ein Dämonenmädchen mit einem Stein der Unwissenheit kann Elowia noch retten, aber der Preis für die Errettung Elowias ist hoch, denn das Juwel bringt nicht nur den erhofften Frieden, sondern auch den Tod mit sich. Gejagt von den machthungrigen Regenten Elowias findet das Dämonenmädchen Lilith ausgerechnet bei einem der gefürchtetsten Männern Elowias Zuflucht. Aber bald muss Lilith erkennen, dass sich hinter der Fassade ihres Beschützers ein dunkles Geheimnis verbirgt...

Janet Clark
Schweig still, süßer Mund
(RE)

Kurzbeschreibung:
Janas beste Freundin Ella ist verschwunden. Auch wenn die Polizei nicht an ein Verbrechen glaubt, steht für Jana eines fest: Ella würde niemals einfach so abhauen. Sie beschließt, auf eigene Faust zu recherchieren. Dabei kommen Dinge ans Tageslicht, die Jana an ihrer Freundschaft zu Ella zweifeln lassen. Und die sie in große Gefahr bringen, denn ihre Suche hat sie dem Täter nahe gebracht. Zu nah.

Gordon Reece
Mucksmäuschentot
(RE)

Kurzbeschreibung:
Shelley und ihre Mutter waren zu lange einfach zu nett. Klassische Opfer, die sich nach massivem Mobbing wie Mäuse fühlen. Sie verkriechen sich in einem abgelegenen Haus auf dem Land, um ihre Probleme hinter sich zu lassen. Sie sind glücklich in ihrer kleinen Welt mit Büchern, Musik und häuslichen Ritualen. Doch eines Nachts werden sie in ihrem neu gefundenen Frieden bedroht: Ein Mann dringt in ihr Haus ein. Und bei Shelley reißt der Faden. Was dann passiert, zerstört alle Gewissheiten.

Mittwoch, 21. März 2012

Rezension: Julie Hastrup - Vergeltung

Titel: Vergeltung
Autorin: Julie Hastrup
Reihe: Rebekka Holm #1
Genre: Krimi/Thriller
Verlag: Piper (Februar 2012)
ISBN: 978-3-492-27268-1
Broschiert, 400 Seiten
Preis: 9,99 €
eBook: ePub für 8,49 €
Bezugsquelle: Piper
Leseprobe

In einer warmen Sommernacht wird die junge Anna ermordet aufgefunden, nicht weit entfernt von ihrem Elternhaus in einer dänischen Kleinstadt. Die Polizei zieht die Sonderermittlerin Rebekka Holm hinzu. Die findet bald heraus, dass die Tat bis in ihre Einzelheiten an einen 20 Jahre zurückliegenden Mord an einer jungen Frau erinnert. Hat sich das Verbrechen von damals wiederholt? Hat Erik, Sohn des örtlichen Pfarrers, seine Freundin umgebracht? Doch dann wird ein zweijähriges Mädchen entführt. Ihr Name: Anna...
Zur Autorin:
Julie Hastrup, geboren 1968 in Ringkøbing, arbeitet als TV- und Rundfunk-Journalistin in Kopenhagen. Sie ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. "Vergeltung" ist ihr erster Roman und der Auftakt zu einer neuen Thriller-Serie um Rebekka Holm.

Rezension:
Die junge Anna Gudbergsen wird in einem Wald nicht weit von ihrem Elternhaus ermordet aufgefunden. Um die Ermittlungen schnellstens voranzutreiben, wird Rebekka Holm vom mobilen Einsatzkommando hinzugezogen, die somit seit langer Zeit in ihr verhasstes Heimatdorf zurückkehrt. Die Erinnerungen an ihren Bruder Robin machen ihr hier sehr zu schaffen.

Im Mordfall Anna scheint es Parallelen zum Mord an Lene Eriksen, die vor 20 Jahren ums Leben kam, zu geben. Handelt es sich womöglich sogar um den gleichen Täter von damals, der nie ermittelt werden konnte? Verdächtig erscheint John Mathiesen, ein Freikirchler, der auch im Fall Lene bereits in den Fokus der Polizei geriet und dessen Sohn Erik mit der ermordeten Anna gut befreundet war. Dann verschwindet in einem Supermarkt ein 2-jähriges Mädchen, das auch Anna heißt. Zufall oder nicht? Die Ermittlungen und auch Vergangenes aus dem privaten Bereich halten Rebekka Holm in Atem...

Julie Hastrup ist mit ihrem Debüt "Vergeltung", das zugleich den Auftakt um eine Reihe um die Ermittlerin Rebekka Holm bildet, ein spannender und auch vielschichtiger Krimi gelungen, der mich vom Aufbau und Schreibstil sehr positiv an die Romane von Camilla Läckberg erinnert hat.

Im Verlauf erfährt man neben der Ermittlungsarbeit viel über die einzelnen Charaktere und ihr Leben. Es werden zwar zahlreiche Personen eingeführt, bei denen man aber glücklicherweise nie den Überblick verliert. Rebekka wird als eine sehr sympathische, aber im Berufsleben auch knallharte Frau dargestellt, die allerdings durch ihre schicksalhafte Vergangenheit und ihr angespanntes Verhältnis zu ihrer Mutter auch ihre traurige, einsame Seite zeigt. Die Rückkehr in ihr Heimatdorf und das Wiedersehen mit ihrer Mutter gestaltet sich sehr schwer für sie.

Der Fall der ermordeten Anna selbst ist spannend bis zur letzten Seite, da viele Personen als Täter oder Täterin in Frage kommen, von denen die meisten auch das ein oder andere Geheimnis in sich tragen, sodass man als Leser bis zum Schluss sehr gut miträtseln kann, wer denn nun der Mörder oder die Mörderin ist. Die örtliche Polizei ist zwar schnell von der Schuld eines Verdächtigen überzeugt, doch Rebekka ist da ganz anderer Meinung.

Die Lösung des Falls ist schlüssig und kann auch überraschen. Mich konnte "Vergeltung" definitiv überzeugen, und ich bin sehr auf weitere Fälle mit Rebekka Holm gespannt.

Fazit: Mit "Vergeltung" gelingt Julie Hastrup ein solides und spannendes Krimi-Debüt mit einer sympathischen Ermittlerin, das durch zahlreiche Charaktere und ihre kleinen und großen Geheimnisse, die mehr oder minder mit dem Mordfall zu tun haben, zu punkten weiß.

Dienstag, 20. März 2012

Rezension: Patrick Carman - Atherton. Die Flüsse des Feuers

Titel: Atherton. Die Flüsse des Feuers
Autor: Patrick Carman
Reihe: Atherton # 2
Genre: Jugendbuch (ab 12 Jahren)
Verlag: Kosmos (06.01.2012)
ISBN: 978-3-440-13053-7
Gebunden, 320 Seiten
Preis: 16,95 €
Bezugsquelle: Kosmos
Leseprobe

Die Welt von Atherton ist zusammengebrochen, die drei Ebenen sind zu einer geworden. Auge in Auge stehen sich Menschen und mutierte Kreaturen gegenüber. Ein verbitterter Machtkampf entbrennt. Das Innere von Atherton, wo die schlimmsten Geheimnisse des Planeten gehütet wurden, ist aufgebrochen. Selbst der mutige Edgar sieht sich vor schier unüberwindbare Herausforderungen gestellt. Und der verrückte Wissenschaftler, der Atherton einst kreierte, ist näher, als du denkst...
Zum Autor:
Patrick Carman wuchs in Salem, Oregon auf und lebt heute mit seiner Familie und seinem Hund Taffy in Walla Walla, Washington. Wenn er nicht gerade schreibt oder an Schulen liest, kann man ihn beim Fliegenfischen, Basketballspielen, Snowboarden oder Gitarrespielen antreffen. Er wurde auch schon gesehen, wie er auf einer Bank in Mary Shelleys "Frankenstein" oder Henry James' "Die Unschuldsengel" schmökert, zwei seiner Inspirationsquellen zu "Atherton".

Rezension:
Nachdem die drei Ebenen Highlands, Tabletop und Flatlands nun zu einer zusammengeschmolzen sind, müssen sich Edgar und seine Freunde den mutierten Kreaturen aus den Flatlands, den Vernichtern, stellen. Doch Atherton verändert sich weiter: Die Highlands, ehemals die höchste Ebene des Planeten, sinken immer weiter ab.

Einige machen sich auf, das Wasser des Lebens zu finden, um Atherton vor bevorstehender Dürre zu retten, und diese befinden sich im Kern von Atherton. Es gilt, das sogenannte Inferno zu überwinden, in dem sich die Flüsse des Feuers befinden und andere Widrigkeiten. Auch trifft Edgar endlich auf den Erschaffer Athertons und Edgar erfährt mehr über seine Herkunft...

Der zweite Band der "Atherton"-Trilogie setzt genau dort an, an dem der erste Teil "Das Haus der Macht" in einem argen Cliffhanger endete. Der Spannungsbogen ist von Anfang an gegeben und hält sich bis zum Schluss konstant. Gut gefallen hat mir, dass anfangs ein kleiner Rückblick zu den Ereignissen aus dem ersten Band gegeben wird und die wichtigsten Charaktere jeweils mit einer kurzen Erläuterung nochmals ins Gedächtnis gerufen werden.

Edgar, der Protagonist, bleibt weiterhin ungemein sympathisch und ihm ist es vergönnt, endlich mehr über seine Herkunft, die er im ersten Band immer wieder hinterfragt hat, zu erfahren. Auch wartet "Die Flüsse des Feuers" mit einer interessanten Wendung eines Charakters auf, der nicht unbedingt zu vermuten war, was der Geschichte eine gute Portion Würze verleiht.

Doch es kommt auch das Thema Tod nicht zu kurz: Man muss sich damit abfinden, dass Personen, die man liebgewonnen hat, im Kampf gegen die Vernichter umkommen und die Bewohner Athertons somit auch den Preis für ihre neue Freiheit und Unabhängigkeit zahlen müssen.

Patrick Carman hat es mit "Die Flüsse des Feuers" wiederum geschafft, mich für die Welt Athertons zu begeistern. In seiner gewohnt detailtreuen und bildhaften Sprache gelingt es ihm, Atherton vor dem Auge des Lesers entstehen zu lassen und man kann nicht anders, als mit Edgar und seinen Freunden und Verbündeten mitzuzittern, ob sie den Planeten retten und von den üblen Vernichtern befreien können.

Das Ende ist diesmal rund in sich abgeschlossen und ich bin sehr gespannt, was sich der Autor für das große Finale mit dem Titel "Der dunkle Planet", der im Juni 2012 erscheinen wird, ausgedacht hat. Eine Leseprobe des ersten Kapitels hiervon ist am Ende des Buches abgedruckt.

Fazit: "Die Flüsse des Feuers" ist der spannende zweite Teil der "Atherton"-Reihe, die einige Geheimnisse aus dem ersten Band zum Teil überraschend lüftet und eine gelungene Fortsetzung von "Das Haus der Macht" bietet. Nach der Lektüre muss man einfach zum dritten und abschließenden Band greifen!

Sonntag, 18. März 2012

In meinem Briefkasten 07/2012

Diese Woche erreichte mich zu Rezensierendes (RE). Gekauft wurde nichts, ich konnte mich diesbezüglich gut zurückhalten ;)

Debra Chapoton
Sommerfalle
(RE)

Kurzbeschreibung:
Nach Abschluss der Schule beginnt für die 18-jährige Rebecca der Sommer ihres Lebens - glaubt sie. Doch dann gerät sie in einen Albtraum. Sie wird entführt und in einer Kammer eingesperrt, irgendwo in einem entlegenen Wald. Es gelingt ihr, sich zu befreien. Aber damit nimmt das Spiel ihres Entführers erst seinen Anfang. Denn bald erkennt Rebecca, dass der Unbekannte alles über sie weiß - und dass er jede ihrer Entscheidungen voraussehen wird...

Jennifer Estep
Frostkuss
(RE)

Kurzbeschreibung:
Im Mittelpunkt der Serie steht die 17-jährige Gwen Frost, die über ein außergewöhnliches Talent verfügt: Sie besitzt die »Gypsy-Gabe« – bei der eine einzige Berührung ausreicht, um alles über einen Gegenstand oder einen Menschen zu wissen. Doch dabei spürt Gwen nicht nur die guten Gefühle, sondern auch die schlechten und die gefährlichen. Auf der Mythos Academy soll sie lernen, mit ihrer Gabe sinnvoll umzugehen. Aber was Gwen nicht weiß: Die Studenten werden dort ausgebildet, um gegen den finsteren Gott Loki zu kämpfen. Und obwohl sie der Meinung ist, an der Mythos Academy nichts verloren zu haben, erkennt Gwen bald, dass sie viel stärker ist als gedacht und all ihre Fähigkeiten brauchen wird, um gegen einen übermächtigen Feind zu bestehen.

Maurizio Temporin
Ascheträume
(RE)

Kurzbeschreibung:
Thara ist ein 17-jähriges Mädchen, das ihre violetten Augen hasst. Sie möchte nichts lieber als ein ganz normales Leben führen. Alles ändert sich jedoch, als sie an einer Schwertlilie riecht und der Duft sie an einen düsteren Ort entführt: Eine Welt aus Asche, in der alles, was in der Realität verbrannte, wieder aufersteht. In dieser lebensfeindlichen Welt lernt sie Nate kennen, der dort gefangen gehalten wird. Thara verliebt sich in Nate, auch wenn jede Berührung für sie bedeutet, dass sie zu Asche zerfällt. Beim Versuch, ihn zu befreien, öffnet Thara unwissentlich einem Wesen ein Tor, das nur darauf gewartet hat, ihre Welt in Schutt und Asche zu legen...

Brigitte Melzer
Die Fluchweberin
(RE)

Kurzbeschreibung:
Die 17-jährige Raine MacDaniels kann Flüche weben, eine praktische Gabe, wäre Magie nicht verboten und würde mit dem Tode bestraft. Darauf bedacht, ihr Geheimnis zu wahren, wird sie an ihrer Schule zur Außenseiterin. Als ihr ihre Erzfeindin Kim einen besonders grausamen Streich spielt, schlägt Raine mit einem Fluch zurück. Doch sie muss feststellen, dass sie nicht die einzige mit magischer Begabung ist. Ein Zauberer scheint es auf sie abgesehen zu haben und plötzlich ist ihr auch noch die Magiepolizei auf den Fersen. Und dann ist da noch Skyler, der neue Mitschüler mit dem charmanten Lächeln, der so gerne ihr Freund sein möchte. Um zu überleben, muss Raine sich entscheiden, wem sie vertrauen kann ihresgleichen oder jemandem, der eigentlich ihr Feind sein müsste.

Mechthild Gläser
Stadt aus Trug und Schatten
(RE)

Kurzbeschreibung:
Flora fällt aus allen Wolken, als sie erfährt, dass ihre Seele seit jeher ein nächtliches Doppelleben in der geheimnisvollen Stadt Eisenheim führt. Von nun an wird sie nie wieder schlafen, ohne dass ihr Bewusstsein in die farblose Welt der Schatten wandert. Als wäre das nicht unerfreulich genug, hat ihre Seele offenbar den Weißen Löwen gestohlen, einen mächtigen alchemistischen Stein, nach dem sich nicht nur die Herrscher der Schattenwelt verzehren. Bald ist Flora selbst in der realen Welt vor den Gefahren Eisenheims nicht mehr sicher und eines ist klar: Sie kann niemandem trauen, nicht einmal Marian, der plötzlich in beiden Welten auftaucht und dessen Küsse vertrauter schmecken, als ihr lieb ist.

Amy Plum
Von der Nacht verzaubert
(RE)

Kurzbeschreibung:
Als Kate Merciers Eltern bei einem tragischen Unfall sterben, zieht sie zusammen mit ihrer Schwester Georgia zu den Großeltern nach Paris. Jede versucht auf ihre eigene Weise, ihr altes Leben und ihre schmerzvollen Erinnerungen hinter sich zu lassen. Während Georgia sich in das Nachtleben stürzt, sucht Kate Zuflucht in ihren Büchern bis sie eines Tages Vincent trifft, der es schafft, ihren Schutzpanzer zu durchbrechen. Bei Spaziergängen entlang der Seine und durch die spätsommerlichen Gassen von Paris beginnt Kate, sich in ihn zu verlieben nur um kurze Zeit später zu erfahren, dass Vincent ein Revenant ist. Die Liebe der beiden steht unter einem schlechten Stern: Vincent und seine Freunde sind in einen jahrhundertealten Kampf gegen eine Gruppe rachsüchtiger Revenants verstrickt. Schnell begreift Kate, dass ihr Leben niemals wieder sicher sein wird, wenn sie ihrem Herzen folgt.

Kelly Creagh
Nevermore
(RE)

Kurzbeschreibung:
Als Isobel bei einem Schulprojekt dem Außenseiter Varen zugewiesen wird, weiß sie noch nicht, dass das ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Überraschenderweise versteht sie sich nicht nur gut mit ihm, sie scheint sich sogar in ihn zu verlieben. Doch je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto mehr wird sie in den Bann der geheimnisvollen Traumwelt gezogen, die Varen sich geschaffen hat. Und diese Welt birgt viele Gefahren: Bedrohliche Kreaturen dringen in die Wirklichkeit und sind nun auch hinter Isobel her. Allmählich begreift sie, dass Varen immer tiefer in die Welt seiner (Alb-)Träume zu gleiten droht. Und nur sie kann ihn retten...

Brenna Yovanoff
Die Blumen des Schmerzes
(RE)

Kurzbeschreibung:
Daphne, Luzifers Tochter, verlässt die Hölle, um auf der Erde nach ihrem verschollenen Bruder zu suchen. Ihr zur Seite steht Truman Flynn, ein junger Mann, der die Narben seines Herzens auch am Körper trägt. Gemeinsam reisen sie durch ein düsteres, grausames Land, auf der Suche und auf der Flucht: Denn Azrael, der Engel des Todes, schickt seine Schergen, um Daphne zu vernichten. Bald sehen sich Daphne und Truman gefangen in einem Kampf zwischen gefallenen Engeln und göttlichen Rächern, zwischen Himmel und Hölle, zwischen Gut und Böse, und wer auf welcher Seite steht, wird von Tag zu Tag unsicherer.

Donnerstag, 15. März 2012

Rezension: Eva Lirot - Eiskalte Ekstase

Titel: Eiskalte Ekstase
Autorin: Eva Lirot
Reihe: Jim Devcon #3
Genre: Thriller
Verlag: Sutton (09.02.2012)
ISBN: 978-3-86680-956-7
Broschiert, 240 Seiten
Preis: 12,00 €
eBook: ePub für 9,49 €
Bezugsquelle: Eva Lirot
Leseprobe
andere Titel dieser Reihe: Rendezvous mit dem kleinen Tod, Seelenbruch!

Grotesk verstümmelte Leichen tauchen aus dem Schneematsch des Frankfurter Winters auf. Zugleich überfluten grauenhafte Videos die Sozialen Netzwerke und das Internet, die selbst den hartgesottenen Frankfurter Großstadtsheriff Jim Devcon nicht kalt lassen: Sie zeigen abartige pseudowissenschaftliche Experimente, bei denen eine Versuchsperson die andere mit Stromschlägen foltert und schließlich tötet. Der Hauptkommissar und sein Team stehen von Tag zu Tag stärker unter Druck, die Polizei präsentiert sich hilflos, bis eine Spur zu einem unaussprechlich bösen Gegner aus Devcons Vergangenheit führt...
Zur Autorin:
Eva Lirot feierte 2007 mit "Rendezvous mit dem kleinen Tod", dem ersten Fall für Jim Devcon, ihren Durchbruch als Thrillerautorin. Meisterhaft und kühl seziert sie die Abgründe der menschlichen Psyche. Sie hat Literaturwissenschaft und Psychologie studiert und pflegt im "Syndikat" und bei den Mörderischen Schwestern den Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen. 2010 gehörte sie zur Jury des renommierten Friedrich-Glauser-Preises.

Rezension:
In seinem nunmehr 3. und auch härtesten Fall sieht sich Jim Devcon grausam verstümmelten Leichen gegenüber, die vormals allesamt an einem angeblichen wissenschaftlichen Experiment teilgenommen hatten und dabei von ihrem Mörder gefilmt wurden, wie dieser sie bestialisch umbringt.

Die Ermittlungen treten auf der Stelle und es werden immer neue Opfer gefunden, sodass Jim Devcon und seine Kollegen sehr unter Zugzwang stehen und die Stimmung untereinander hochkocht. Als ihn jedoch eine mysteriöse Postkarte erreicht, schwant Jim, dass der Mörder ein Altbekannter sein muss, der ihm in der Vergangenheit sein Liebstes genommen hat. Wird Jim den Killer stellen können?

Mit "Eiskalte Ekstase" legt Eva Lirot ihren nunmehr 3. Thriller um Jim Devcon und seine Kollegen vor, den ich für den bislang härtesten der Reihe ansehe. Auf gerade mal 240 Seiten versteht es die Autorin gekonnt, einen sehr hohen Spannungsbogen aufzubauen, der den Leser bis zum Ende hin fesselt.

In kurzen, knackigen Kapiteln, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden, erhält man tiefen Einblick in die kranke und abgründige Seele des Mörders, der allerdings sehr intelligent handelt und somit der Kripo eine harte Nuss zu knacken gibt. Auch schreckt die Autorin nicht vor hartgesottenen Details zurück, denn sie schildert drastisch und prägnant, wie der Killer seine vermeintlichen Probanden anwirbt, sie manipuliert und letzten Endes auf grausame Art und Weise tötet.

Erst zum Ende hin wird das Motiv des Täters klar und gipfelt in einem wirklich spannenden Showdown. Ich kann "Eiskalte Ekstase" uneingeschränkt für die etwas hartgesottenere Leserschaft empfehlen, zumal auch keine Vorkenntnisse der beiden anderen Fälle von Jim Devcon vorausgesetzt werden, wobei ich aber trotzdem empfehlen würde, diese auch zu lesen, da sie auch nicht von schlechten Eltern sind.

Ich hoffe, dass Eva Lirot weitere Fälle für Jim Devcon und seine Kollegen ersinnt und bin jetzt schon gespannt auf ihr nächstes Werk. Eine Autorin, die man sich definitiv merken muss und von der ich gerne auch einmal ein seitenstärkeres Buch lesen würde.

Fazit: "Eiskalte Ekstase" ist ein spannungsgeladener Thriller, in dem Eva Lirot kein Blatt vor den Mund nimmt, bis ins kleinste Detail die drastischen Mordszenen schildert und einen intelligenten Killer ersonnen hat, der dem Leser nicht nur einmal eine Gänsehaut beschert.

Dienstag, 13. März 2012

Rezension: Heike Eva Schmidt - Schlehenherz

Titel: Schlehenherz
Autorin: Heike Eva Schmidt
Genre: Jugendbuch (ab 14 Jahren)
Verlag: Ueberreuter (Januar 2012)
ISBN: 978-3-8000-5670-5
Klappenbroschur, 238 Seiten
Preis: 12,95 €
Bezugsquelle: Ueberreuter
Leseprobe

Vio und Lila sind beste Freundinnen - bis Vio nach einer Party spurlos verschwunden ist. Am nächsten Tag werden die schlimmsten Befürchtungen wahr: Vio wurde ermordet und unter einem Schlehenbaum verscharrt. Lila ist geschockt, todtraurig, wütend und beschließt, die Tat auf eigene Faust aufzuklären. Eine Spur führt sie zu SchülerVZ, wo sie sich mit dem Nickname "Schlehenherz" anmeldet, um zu recherchieren. Lila ahnt nicht, dass sie dadurch ins Visier des Mörders gerät und seinen Jagdtrieb erneut weckt...
Zur Autorin:
Heike Eva Schmidt wurde 1969 in Bamberg geboren und lebt heute in der Nähe von München. Schon in der Grundschule begann sie, heimlich Geschichten zu erfinden und aufzuschreiben. Zwanzig Jahre später erhielt sie ein Stipendium an der Drehbuchwerkstatt München und arbeitet seitdem als Journalistin und Drehbuchautorin. "Schlehenherz" ist ihr erster Jugendroman - damit hat sich ihr Kindheitstraum, als Autorin zu arbeiten und zu leben, erfüllt.

Rezension:
Vio und Lila sind Schulkameradinnen und beste Freundinnen seit kleinauf. Nach einer Schulparty, auf die Vio ohne Erlaubnis ihrer Mutter geht, kehrt sie allerdings nicht nach Hause zurück und wird am nächsten Morgen ermordet unter einem Schlehenbaum gefunden. Lila ist todunglücklich und wütend zugleich und beschließt, auf eigene Faust den Mörder ihrer besten Freundin zu ermitteln, da sie die Polizei für zu unfähig hält.

Lila weiß, dass Vio sehr aktiv bei schülerVZ war und meldet sich dort selbst unter dem Namen "Schlehenherz" an, um mehr herauszufinden. Doch dies bleibt nicht unbemerkt: Der Mörder Vios hat Lila bereits im Visier und sich sein nächstes Opfer auserkoren. Lila ahnt noch nicht, auf was für ein gefährliches Spiel sie sich eingelassen hat. Wird sie dem Mörder entkommen können?

Mit ihrem ersten Jugendroman "Schlehenherz" trifft Heike Eva Schmidt definitiv den Nerv der Zeit. Soziale Netzwerke, Communities und Chatten sind (auch) bei Jugendlichen in, und der Roman zeigt auf, in welche Gefahren man sich bringen kann, wenn man zu leichtfertig mit der vermeintlichen Virtualität im Netz umgeht und zuviel von sich preisgibt.

"Schlehenherz" verspricht Spannung, was den Mord an Vio angeht, auch wenn meiner Meinung nach der Täter zu schnell ausgemacht ist, da die Anzahl an Verdächtigen recht beschränkt ist. Dies tut der Geschichte aber keinen Abbruch, denn es bieten sich genug Möglichkeiten, mit Lila mitzuzittern.

Auch die Trauer über den Tod der besten Freundin spielt eine große Rolle im Roman. Lila ist wütend, traurig und macht sich selbst viele Vorwürfe, ob sie den Tod von Vio nicht hätte auf irgendeine Art verhindern können. Aber gleichzeitig kann sie sich auf andere verlassen, mit deren Freundschaft sie zu Lebzeiten Vios nie gerechnet hätte, was ich sehr schön von der Autorin gelöst empfand.

Alles in Allem ist "Schlehenherz" ein spannender Jugendroman, der das aktuelle Thema Chatten und Sicherheit im Internet bei Jugendlichen glaubhaft aufgreift und umsetzt. Auch ist es ein Buch über Freundschaft, die bis über den Tod hinaus bestehen bleibt. Heike Eva Schmidt wählte hierfür einfühlsame Worte, die die Trauer Lilas gegenüber Vio anschaulich machen. Ich kann "Schlehenherz" für die angesprochene jugendliche Zielgruppe ab 14 Jahren daher nur empfehlen.

Fazit: "Schlehenherz" ist ein Roman, der das Thema Internetchat und -communities unter Jugendlichen aufgreift, aber ohne den mahnenden Zeigefinger auskommt. Die Geschichte von Vio und Lila ist spannend, erzählt von einer tiefen Freundschaft, von Trauer, aber auch von Hoffnung für die Hinterbliebenen. Empfehlenswert!