Donnerstag, 10. Mai 2012

Rezension: Alexander Ruth - Schmetterlingsgeschichten. Genug geschlafen


Titel: Schmetterlingsgeschichten. Genug geschlafen
Autor: Alexander Ruth
Reihe: Schmetterlingsgeschichten-Chronik #1
Genre: Fantasy/Science Fiction
Verlag: BoD (26.02.2010)
ISBN: 978-3-8370-3636-7
Taschenbuch, 172 Seiten
Preis: 9,90 €
eBook: Kindle Edition für 8,49 €
Bezugsquelle: Alexander Ruth
Blog zur Reihe
Der Kampf zwischen Gut und Böse hat begonnen - die Ritter sind wieder erwacht. Sei dabei, wenn der 13-jährige Sebastian Feuerstiel zusammen mit seinen Gefährten - US-Elite-Soldatin Sarah O'Boile, Lehrer Jens Taime und der drachenähnliche Bander Garth - seine ersten Abenteuer erlebt. Von der Erde aus ziehen die Helden des blauen Planeten hinaus in das Universum, um die Nilas, den Schrecken der Galaxien, zu bekämpfen. Immer dabei: ihre kleinen sprechenden Schmetterlinge. Lukas, Darfo, Johnny, Sonja, Martha und noch viele mehr. Und vielleicht schlummern in Dir ja auch magische Kräfte, die der Rettung aller Welten zugute kommen?
Zum Autor:
Alexander Ruth wurde 1978 in Meerbusch, NRW geboren, eine schöne Stadt im Grünen. Er ist als freier Journalist für die Rheinische Post Meerbusch tätig und studiert zeitgleich Germanistik (Master) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. In seinen Fantasy-SciFi-Romanen "Schmetterlingsgeschichten" sowie in weiteren Kurzgeschichten vermischt er Realität mit Phantastik, Mittelalter und Neuzeit mit Zukunft, und entführt die Leser damit in einzigartige Welten.

Rezension:
Die Ritter der Blauen Rose haben gut 600 Jahre geschlafen, denn die Erde befand sich im Gleichgewicht, was Gut und Böse anbelangt. Doch nun droht Gefahr in Form der Nilas, den Feinden der Ritter und so werden diese wieder zum Leben erweckt. Doch die Ritter befinden sich nun in neuen Menschengestalten, allen voran der 13-jährige Sebastian Feuerstiel, sein Lehrer Jens Taime und die US-Kampfsoldatin Sarah O'Boile, sie sind die Ritter Samis, Xamorphus und Gwendoline.

Ihnen zur Seite stehen ihre Schmetterlinge Lukas, Wansul und Sonja, die sie in ihren neuen Aufgaben und ihren übernatürlichen Fähigkeiten lernend unterstützen. Weitere Hilfe erhalten die Ritter im Kampf gegen den Führer der Nilas, Toran, vom Rat der Ritter der Blauen Rose, der eine Delegation aus dem Weltraum auf die Erde geschickt hat. Pharso und Bander Garth, ein Junge in Drachengestalt, helfen Sebastian & Co. wo sie nur können. Doch schaffen sie es auch, dem bösen Toran Einhalt zu gebieten?

"Schmetterlingsgeschichten. Genug geschlafen" ist der Auftaktband zur mehrteiligen Schmetterlings-Chronik von Alexander Ruth. Der Prolog ließ mich noch etwas irritiert zurück, doch bereits mit Kapitel 1 kommt man sehr schnell in die Geschichte hinein, die dank vielseitiger Perspektivwechsel keinerlei Langeweile aufkommen lässt.

In kurz gehaltenen Kapiteln ist der Leser hautnah dabei, wenn Sebastian, Jens und Sarah erfahren, dass in ihnen Ritter der Blauen Rose stecken und sich langsam aber sicher mithilfe ihrer Schmetterlingsgehilfen mit ihren neu erworbenen Fähigkeiten vertraut machen.

Da "Genug geschlafen" mit 172 Seiten recht dünn ausgefallen ist, sollte der Leser nicht auf allzu viel Tiefgründigkeit in den Charakteren hoffen. Hier handelt es sich ganz klar um einen Auftaktband, in dem die einzelnen Hauptfiguren erst einmal Einzug handeln und vorgestellt werden. Mittlerweile sind auch schon mehrere Nachfolgebände der "Schmetterlingsgeschichten" erschienen.

Die wirklichen Protagonisten boten für mich die einzelnen Schmetterlinge, die ihre Ritter immer und überall begleiten. Sie bringen auch eine gute Dosis Humor und Witz mit in die Handlung und lockern das Geschehen auf. Ein Schuss Romantik fehlt nicht und auch ein wenig Science Fiction findet in Form der Mission vom Planeten Tesla seinen Platz. Warum genau kann ich nicht eindeutig begründen, doch mich erinnerte die Geschichte im Nachhinein etwas an die Abenteuer von Arthur Dent & Co. von Douglas Adams und das kann nun wirklich nicht verkehrt sein!

Fazit: Mit "Schmetterlingsgeschichten. Genug geschlafen" ist Alexander Ruth ein gekonnter Auftaktband der "Schmetterlings-Chroniken" gelungen, der neugierig macht und auf die Fortsetzungen hoffen lässt. Ein Mix aus Fantasy, Science Fiction, Humor und Witz lässt die vorliegenden 172 Seiten nur so vorbeifliegen.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Rezension: Sergej Lukianenko - Trix Solier. Odyssee im Orient


Titel: Trix Solier. Odyssee im Orient
Autor: Sergej Lukianenko
Reihe: Trix Solier #2
Genre: Jugendbuch (ab 11 Jahren)
Verlag: Beltz & Gelberg (07.03.2012)
ISBN: 978-3-407-81108-0
Gebunden, 592 Seiten
Preis: 17,95 €
eBook: Kindle Edition für 17,99 €
Bezugsquelle: Beltz & Gelberg
Leseprobe
andere Titel dieser Reihe: Trix Solier. Zauberlehrling voller Fehl und Adel
Trix Solier, Zauberlehrling voller Fehl und Adel, träumt von großen Heldentaten - und verbringt seine Zeit mit ordinärer Küchenmagie. Als ihn ein Drache als "Kerlchen" bezeichnet, hat er die Nase voll. Zeit für ein Abenteuer! Im fernen Samarschan lauert der Mineralisierte Prophet und will die ganze Welt unterwerfen. Trix reist in die Wüste und trifft dort nicht nur auf fremdbeschleunigte Kamele, mörderische Assassinen und einen hinterhältigen Dschinn, sondern auch auf alte Freunde. Zusammen mit Fürstin Tiana, dem gewitzten Klaro und Fee Annette macht sich Trix auf die Jagd nach dem mächtigsten Wesen aller Zeiten.
Zum Autor:
Sergej Lukianenko, geboren 1968 in Kasachstan, war lange Zeit als Psychiater tätig. Heute lebt er als Schriftsteller und Drehbuchautor in Moskau. Mit seinen Wächter-Romanen gelang ihm der internationale Durchbruch. Bei Beltz & Gelberg erschienen bereits seine Romane Das Schlangenschwert (ausgezeichnet mit dem CORINE-Preis 2007 für das beste Jugendbuch), Der Herr der Finsternis sowie Trix Solier. Zauberlehrling voller Fehl und Adel.

Rezension:
Der junge Zauberer Trix langweilt sich. Sein Mentor Radion Sauerampfer hat ihn im Magierturm ganz alleine gelassen und ihm aufgetragen, alte Zaubersprüche zu lernen und abzuschreiben. Doch dann landet ein Drache mit Namen Ilin Badulla Mummrich, oder kurz IBM, auf dem Dach und fordert eine alte Schuld ein.

Da Sauerampfer nicht anwesend ist, nimmt Trix in seinem Namen diese Schuld auf sich. Er reist mit Ilin in die Wüste, besser gesagt nach Samarschan. Dort wütet der Mineralisierte Prophet, MP genannt, der einen Krieg anzetteln will. Trix soll gegen diesen kämpfen, um die Welt zu retten. Hilfe bekommt er dabei von guten alten Bekannten...

Mit "Odyssee im Orient" legt Sergej Lukianenko nun die Fortsetzung und gleichzeitig den abschließenden Band rund um Trix Solier, den "Zauberlehrling voller Fehl und Adel" vor. Diesmal liegt der Hauptschauplatz im Orient und Trix lernt wieder zahlreiche neue Freunde und auch Gegner kennen, die von Nixen über Dschinns bis hin zu Drachen und Zwergen reichen.

Auch fehlen sehr gelungene Anspielungen, die der Leser aus dem ersten Band noch in guter Erinnerung behalten haben dürfte, nicht. Hatte man es da noch mit der Erfindung des "Eipotts" und dem "Schnellen Essen" zu tun, wimmelt es nun vor neuen witzigen Anspielungen, von denen ich aber nichts verraten möchte, um das Leseerlebnis nicht zu trüben. Soviel allerdings sei verraten: Auch gewisse Ähnlichkeiten zu "Harry Potter" und "Herr der Ringe" lassen sich keinesfalls überlesen!

Sehr gelungen empfand ich den Charakter des jungen Drachen Ilin Badulla Mummrich, der aber leider für meine Begriffe bereits kurz nach seiner Einführung schnell wieder in der Versenkung verschwindet. Dafür aber haben viele alte Bekannte aus dem ersten Buch ihren Auftritt: Fürstin Tiana, Ian, Klaro und auch die Schauspielertruppe sind wieder mitvertreten, was mich sehr gefreut hat.

Die Handlung selbst strotzt erneut vor witzigen Situationen und Begegnungen, auch wenn mir diesmal der Einstieg etwas schwerer gefallen ist, da ich die ersten 200 Seiten doch ein wenig zu langatmig fand und mir bereits anfangs schon etwas mehr Geschehen gewünscht hätte. Doch Sergej Lukianenko bleibt glücklicherweise seinem eigenen Erzähl- und Schreibstil treu, auch wenn dieser an manchen Stellen etwas altertümlich anmutet, passt er zu Trix wie die Faust aufs Auge.

Leider wird es keine weitere Fortsetzung von Trix' Abenteuern geben. Ich kann die beiden Abenteuer von Trix Solier definitiv weiterempfehlen, denn interessierte Leser von witziger Fantasy und vielleicht auch Fans von Terry Pratchett, dem Meister dieses Genres, werden mit Trix sicherlich einige unterhaltsame Lesestunden erleben!

Fazit: Trix Solier kann auch mit seinem zweiten Abenteuer im Orient punkten. Trotz des für mich etwas langatmigen Starts können der Protagonist, seine neuen und alten Freunde, haarsträubende Situationen und vor allem die zahlreichen Anspielungen, die schon im ersten Band für zahlreiche Lacher sorgten, erneut begeistern.

Dienstag, 8. Mai 2012

Rezension: Robin Black - Schattenjuwel. Das Herz von Elowia


Titel: Schattenjuwel. Das Herz von Elowia
Autorin: Robin Black
Genre: Fantasy
Verlag: BookRix (19.02.2012)
ISBN: 978-3-86479-294-6
eBook, 622 Seiten
Preis: 1,49 €
Bezugsquelle: BookRix
Leseprobe
Die Welt Elowia steht am Abgrund und droht in einen weiteren Krieg zu versinken. Einzig und allein ein Dämonenmädchen mit einem Stein der Unwissenheit kann Elowia noch retten, aber der Preis für die Errettung Elowias ist hoch, denn das Juwel bringt nicht nur den erhofften Frieden, sondern auch den Tod mit sich. Gejagt von den machthungrigen Regenten Elowias findet das Dämonenmädchen Lilith ausgerechnet bei einem der gefürchtetsten Männern Elowias Zuflucht. Aber bald muss Lilith erkennen, dass sich hinter der Fassade ihres Beschützers ein dunkles Geheimnis verbirgt...
Rezension:
Die Welt Elowia besteht aus dem Volk der Diamantaner, den früheren Menschen, den Dämonen, Feen und den Fangaren, den Wächtern des Reiches. Jeder Diamantaner besitzt ein Juwel, ein Stein, der ihn am Leben erhält, solange dieser sich ausreichend von Blut ernähren kann. Fehlt dieses, werden die Diamantaner in die Scherbenhölle einfahren und sterben.

Barrn, ein steinloser Sucher, und Lilith, halb Dämonin halb Diamantanerin treffen in dieser Welt aufeinander. Liliths Juwel aber ist anders als alle anderen: Zuerst ein Stein der Unwissenheit, mausert er sich immer mehr zu einem blutrünstigen Etwas, der die ganze Welt vernichten will. Doch auch Barrn trägt ein Geheimnis mit sich und als Lilith sich endlich an ihre Vergangenheit zu erinnern beginnt, scheint ihr beider Schicksal schon fast besiegelt...

"Schattenjuwel. Das Herz von Elowia" besticht durch seine Thematik: Juwelen, die ihre Träger in hohem Maße lenken: Sie mit wachsender Macht belohnen, wenn sie Leid und Blut vergießen, sie aber ebenso mit dem Eintritt in die Scherbenhölle bestrafen, wenn sie dem Juwel nicht ausreichend dienen.

Anfangs war ich doch recht verwirrt ob der vielen verschiedenen Charaktere, die in "Schattenjuwel" Einzug halten und auf die ich mich auf den ersten Seiten erst einmal einstellen musste. Doch nach einem etwas holprigen Start nimmt die Geschichte sehr an Fahrt auf.

Alle Charaktere können wunderbar unterhalten. Seien es Lilith und Barrn, für die die Autorin auch eine fast unausweichliche Liebesgeschichte bereithält, eine durchtriebene Königin der Feen oder das Geschwisterpaar Baia und Skat, die durch ihre etwas sarkastische Art und Weise auch hier und da einmal ein paar Schmunzler entlocken.

Leider ist mir auch ein Fakt sehr negativ aufgestoßen: Die Geschichte leidet leider sehr an Rechtschreib- und Interpunktionsfehlern, die mich in meinem Lesefluss teils stark beeinträchtigt haben. Doch sieht man davon einmal ab, bekommt man mit "Schattenjuwel. Das Herz von Elowia" für 1,49 € gute 600 Seiten Lesestoff, der unterhalten kann.

Fazit: "Schattenjuwel. Das Herz von Elowia" besticht durch seine interessante Thematik. Die Charaktere können unterhalten und trotz der reichlichen Rechtschreib-/Interpunktionsfehler bekommt man ein angemessenes Preis-/Leistungsverhältnis.

Sonntag, 6. Mai 2012

In meinem Briefkasten 13/2012


Diese Woche gibt es 3 Neuzugänge zu verzeichnen, allesamt Käufe (K).

Dan Wells
Sarg niemals nie
(K)

Kurzbeschreibung:
Der verrückteste Horror, den man für Geld kaufen kann: England im Jahr 1817. Oliver Beard sitzt wegen seiner Gaunereien im Gefängnis. Als die Gelegenheit günstig ist, fädelt er seine Flucht ein und lässt sich nach draußen schaffen – im Sarg. Auf dem nahe gelegenen Friedhof steigt er wieder aus dem Grab. Doch er hat nicht damit gerechnet, dass er ab sofort eine Schar Vampire am...nun ja...Hals hat, die ihn für ihren auferstandenen Anführer halten – und zu allem Überfluss ist der wahre Gebieter der Vampire auch schon unterwegs, um seine Ansprüche geltend zu machen...

Donato Carrisi
Der Seelensammler
(K)

Kurzbeschreibung:
»Töte mich« ist in die Brust des Bewusstlosen eintätowiert. Doch eine andere Entdeckung schockiert das Notarztteam in der abgelegenen römischen Villa noch mehr: ein roter Rollschuh – das Andenken des Mörders an sein erstes Opfer, eine junge Frau. Als der Serientäter ins Koma fällt, scheint er seine gerechte Strafe zu erhalten. Doch der stumme Patient hütet ein grausames Geheimnis, denn erneut ist eine junge Frau verschwunden...

Stephan M. Rother
Ich bin der Herr deiner Angst
(K)

Kurzbeschreibung:
Ein in jeder Hinsicht verstörender Mord führt die Ermittler Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs ins Hamburger Rotlichtviertel: Das Opfer war ein Kollege, und es wird nicht das letzte sein. Die Taten nehmen an Grausamkeit zu. Und alle haben sie mit den dunkelsten Geheimnissen der Opfer zu tun, ihrer größten Angst. Irgendwann keimt in Albrecht eine Erinnerung: Der Traumfänger-Fall. Seit dreißig Jahren schlummert er in den Akten. Seit dreißig Jahren sitzt der Täter in der Psychiatrie. Wie es scheint, hat der Alptraum gerade erst begonnen...

Freitag, 4. Mai 2012

Rezension: Daniel Westland - Schwarze Schwäne


Titel: Schwarze Schwäne
Autor: Daniel Westland
Genre: Jugendbuch/Junge Erwachsene
Verlag: script5 (März 2012)
ISBN: 978-3-8390-0140-0
Klappenbroschur, 368 Seiten
Preis: 12,95 €
Bezugsquelle: Kibulo
Leseprobe
Jennifer betreibt ihre Forschung mit großer Leidenschaft. Doch was mit einer bahnbrechenden Entdeckung im Bereich der Risikoforschung beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Kampf auf Leben und Tod. GlobalENJ - ein weltweit agierender Konzern - spielt dabei die entscheidende Rolle. Seine skrupellosen Aktivitäten sind der Katalysator, der das Ende der Menschheit unwiderruflich einläutet. GlobalENJ setzt alles daran, Jennifer an der Veröffentlichung ihrer Daten zu hindern. Und während die Ereignisse sich überschlagen, nimmt Jennifer nicht nur den Kampf mit einem übermächtigen Gegner auf, sondern tritt auch gegen die Krankheit an, die schon dem Leben ihres Vaters ein jähes Ende gesetzt hat.
Zum Autor:
Daniel Westland ist überzeugt, dass zwei Dinge die Welt besser machen: Wissen und Träumen. Das Verfassen von Sachbüchern und Romanen verbindet diese beiden Faktoren. Und so schrieb er bereits zahlreiche erfolgreiche Bücher zusammen mit Ralph Caspers, Marietta Slomka, Shary Reeves, Jan Hofer, Prof. Dr. Dieter Kronzucker und Christine Henning, aber auch im Alleingang. Daniel Westland lebt in Hamburg und den USA, ist verheiratet und hat drei Kinder.

Rezension:
Die 22-jährige Jennifer Meyer ist Studentin und arbeitet nebenbei bei RISK, einem Institut zur Risikoerforschung. Bei ihren Recherchen macht sie den Konzern GlobalENJ auf sich aufmerksam, der Jennifer daraufhin lückenlos überwachen lässt. Denn sie hat eine Entdeckung gemacht, die sich katastrophal auf die gesamte Menschheit auswirken wird.

Bald weiß Jennifer nicht mehr, wem sie überhaupt noch vertrauen kann: Ihre Wohnung wird verwüstet, sie bekommt einschüchternde Warnungen und Drohungen und befindet sich alsbald mit ihrem Bruder Jonas auf der Flucht. Doch was genau steckt dahinter, dass Jennifer so interessant für einen weltweit agierenden Konzern ist? Sie recherchiert immer weiter und bald schon wird ihr klar, dass ihre Entdeckung der Schlüssel zu allem ist...

Mit seinem neuen Roman "Schwarze Schwäne" konnte mich Daniel Westland definitiv begeistern. Eine gekonnte Mischung aus Wirtschafts- und Ökothriller erwartet den Leser und das von ihm gewählte Thema könnte sich in der Zukunft leider wirklich so ereignen. Es wird viel aus dem Bereich der Biomathematik berichtet, doch so, dass man auch als Laie die Vorgänge gut versteht und nachvollziehen kann.

Es wird von skrupellosen Konzernen berichtet, die nur ihren eigenen Profit im Auge haben und somit auch über Leichen gehen. Die Protagonistin Jennifer möchte diesem Vorgehen nicht einfach zusehen und etwas dagegen tun, zumal sie selbst todkrank ist und ihr nur noch wenige Monate zum Leben bleiben, was schon am Anfang der Geschichte thematisiert wird. Sie ist auf jeden Fall der stärkste der Charaktere.

Ihr Bruder Jonas, ihr Freund David und auch ihr Mentor Prof. Koch bleiben ihr weit zurück, wirkten blass und in ihrem Verhalten nicht unbedingt immer nachvollziehbar. Sehr gefallen hat mir hingegen ihr Gegenpart Young-Sun, der ihr auf den Fersen bleibt, sie einschüchtert und alles dafür tut, sie mundtot zu machen.

"Schwarze Schwäne" ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt und vor Augen führt, was der Menschheit passieren kann, wenn sie weiterhin so nachlässig mit der Natur und Umwelt umgeht. Ein Umdenken ist vonnöten und das nicht nur in einzelnen Ländern, sondern auf allen Kontinenten.

Fazit: "Schwarze Schwäne" ist ein gelungener Mix aus Wirtschafts- und Ökothriller, und dass nicht nur für junge Leser. Daniel Westland führt gekonnt vors Auge, was passieren kann, wenn die Menschen ihre Umwelt und Natur in weiterem Maße vernachlässigt und mächtige Konzerne außer ihrem Profit nichts im Sinn haben.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Rezension: Maryrose Wood - Die Poison Diaries. Liebe ist stärker als der Tod

Titel: Die Poison Diaries. Liebe ist stärker als der Tod
Autorin: Maryrose Wood
Reihe: Poison Diaries #2
Genre: Jugendbuch (ab 12 Jahren)
Verlag: Fischer FJB (08.03.2012)
ISBN: 978-3-8414-2125-8
Gebunden, 272 Seiten
Preis: 14,99 €
Bezugsquelle: Fischer FJB
andere Titel dieser Reihe: Die Poison Diaries

Um 1800: Jessamines unaufgeregtes Leben hat eine schreckliche Wendung genommen. Sie hat ihre Unschuld verloren - und den Mann, den sie liebt. Sie weiß, wer die Schuld daran trägt: ihr eigener Vater, der einen Garten voller Gift- und Heilpflanzen besitzt. Sie wird Rache nehmen und ihn mit seinen giftigen Gewächsen töten, die ihm stets mehr wert gewesen sind als seine Tochter. Doch es bleibt nicht bei diesem einen Mord. Verspielt Jessamine die Zuneigung ihrer großen Liebe Weed? Wird sie ihn jemals wiederfinden? Es ist die einzige Möglichkeit, denn nur die Liebe vermag ein bitteres Herz zu heilen...
Zur Autorin:
Maryrose Wood wuchs auf Long Island, USA, auf. Sie arbeitete viele Jahre am Theater, ehe sie ihren ersten Roman schrieb. "Die Poison Diaries" ist das erste Werk, das auf Deutsch erscheint. Maryrose Wood lebt mit ihren zwei Kindern, zwei Katzen und einem kleinen Hund in New York, USA.
Jane Northumberland ist die Ehefrau des zwölften Herzog von Northumberland und lebt auf Alnwick Castle, auch bekannt als "Windsor des Nordens". Auf dem Gelände von Alnwick Castle hat die Herzogin wunderschöne öffentliche Gärten angelegt, wie zum Beispiel den berühmten Gift- und Apothekergarten.

Rezension:
Es ist einige Zeit vergangen, seit sich Jessamine von ihrer Vergiftung erholt und Weed sie verlassen hat. Oleander, der Giftprinz und Intrigant, spricht nun öfter zu ihr und gibt Jessamine preis, wer ihre Mutter auf dem Gewissen hat. Er erpresst sie, indem er sie dazu auffordert, den Mörder zu töten und sie dafür zu Weed zu führen.

Jessamine lässt sich auf diesen teuflischen Handel ein und flieht nach der Tat unter falschem Namen. Unterdessen ist Weed auf der unaufhörlichen Suche nach seiner geliebten Jessamine. In Italien treffen die beiden wieder aufeinander, hier soll ein Attentat auf den englischen König stattfinden, in dessen Ausführung auch Oleander seine Hände im Spiel hat. Wird sich Jessamine aus den Fängen des Giftprinzes befreien können und sie und Weed endlich eine gemeinsame Zukunft haben?

Im zweiten Band der "Poison Diaries"-Trilogie geht es gleich von Beginn an spannend zu. Ist im vorangegangenen Teil die Handlung anfangs noch mäßig dahingeplätschert, hält dieser vorliegende zweite Band den Leser sofort in Atem. Auch werden neue Handlungsorte miteingebaut, die für Abwechslung sorgen, so z.B. der Botanische Garten in Padua, in den es Weed auf der Suche nach Jessamine verschlägt.

Jessamine ist als Protagonistin sehr gewachsen. Ihr Hass auf ihren Vater macht sich sehr deutlich bemerkbar und das Verhältnis der beiden ist definitiv zerrüttet. Sie macht ihn für den Fortgang von Weed verantwortlich und sehnt sich so sehr nach ihrem Liebsten, dass Oleander, der Giftprinz, leichtes Spiel mit ihr hat und sie für seine Zwecke instrumentalisiert. Trotzdem ist Jessamine eine starke junge Frau, die ein starkes Selbstbewusstsein entwickelt hat.

Weed versucht alles, seine Geliebte wiederzufinden und macht sich auf einen beschwerlichen Weg. Auf diesem sind ihm die Pflanzen wiederum eine große Hilfe, denn seine besondere Gabe bleibt weiterhin bestehen.

Das Ende bleibt erneut offen gehalten, sodass man sich sehnlichst den 3. und abschließenden Band, der noch in diesem Jahr im Original erscheinen wird, herbeiwünscht, um zu erfahren, wie die Geschichte um Jessamine, Weed und Oleander ausgehen mag. Maryrose Wood ist mit "Liebe ist stärker als der Tod" eine spannende Fortsetzung gelungen, die sich im Vergleich zum 1. Teil sehr gesteigert hat und auch wieder Interessantes über die Welt der Heil- und Giftpflanzen zu erzählen weiß.

Fazit: Mit "Die Poison Diaries. Liebe ist stärker als der Tod" legt Maryrose Wood einen spannungsgeladenen zweiten Teil ihrer Trilogie um Jessamine, Weed und Oleander vor, der zu überzeugen weiß. Der Cliffhanger am Ende lässt ungeduldig auf den abschließenden Band der Reihe warten.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Lesemonat April 2012


Der April bescherte mir 11 gelesene Bücher, die mich allesamt gut unterhalten konnten :)

Gelesene Bücher: 11
Gelesene Seiten: 4.823

Maryrose Wood: Die Poison Diaries. Liebe ist stärker als der Tod
Michael Grant: BZRK
Heike Eva Schmidt: Purpurmond
Mechthild Gläser: Stadt aus Trug und Schatten
Stephan Harbort: Ich musste sie kaputtmachen. Anatomie eines Jahrhundert-Mörders (Keine Rezension)
Lissa Price: Starters
Sergej Lukianenko: Trix Solier. Odyssee im Orient
Daniel Westland: Schwarze Schwäne
Robin Black: Schattenjuwel. Das Herz von Elowia
Michael Tietz: Rattentanz
Alexander Ruth: Schmetterlingsgeschichten. Genug geschlafen